Wer wir sind
Verankert in der Schweiz und international tätig wird WALO als Familienunternehmen in 4. und 5. Generation geführt. Seit über 100 Jahren setzt WALO auf die Verbindung von Beständigkeit und Innovation.
Was wir tun
WALO ist als innovatives Totalunternehmen in sämtlichen Märkten der Baubranche tätig. Das Familienunternehmen hat sich mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung und dem dauerhaften Entwickeln nachhaltiger sowie wirtschaftlicher Lösungen als zuverlässigen Partner im Bauwesen und Infrastrukturprojekten in der Schweiz und weltweit behauptet.
Projekte
Viele anspruchsvolle Projekte durften wir erfolgreich umsetzen. Deshalb lassen wir voller stolz unsere Referenzen für unsere Arbeit sprechen.
Produkte
Ob Wohnbereich, Industrie, Gesundheitswesen, im Aussenbereich oder für Sport- und Freizeitanlagen – fugenlose Bodenbeläge müssen den unterschiedlichsten Anforderungen dauerhaft genügen.
Karriere
Gute Bauwerke und damit zufriedene Kunden setzen eine präzise Bauausführung voraus. Alle unsere Mitarbeitenden, vom Hilfsarbeiter bis zum Ingenieur, tragen massgeblich dazu bei, dass wir dieses Ziel immer wieder erreichen.
Standorte
Mit unseren Standorten in drei Ländern sind wir weltweit erfolgreich für Sie tätig.
Ein elektrischer Bagger rollt über die Baustelle – leise, abgasfrei und mit optimaler Leistung. Zukunftsmusik? Nicht ganz. WALO testet regelmässig elektrische Baumaschinen unter realen Bedingungen – so auch in Luzern. Ein Pilotprojekt, das Erkenntnisse lieferte – und mit dem Abschlussbericht des Forschungsprojekts nun zeigte, wo die Chancen und Herausforderungen liegen.
Pilotprojekt: Bau der Haltekante Y für den Bahnersatzverkehr am Bahnhof Luzern
Zeitraum: Oktober bis Mitte November 2025
Partner: Stadt Luzern, Hochschule Luzern (HSLU), ecoforce GmbH, Innosuisse
Teil des Forschungsprojekts «Elektrifizierung städtischer Baustellen»
Weitere Pilotstädte: Zürich und Basel
Eingesetzte Maschinen: über 15 Gerätetypen, vom 16-Tonnen-Bagger bis zum Handstampfer
CO₂-Einsparung in Luzern: rund 3,5 von 4,3 Tonnen vermieden
Ausgeführt durch WALO Strassenbau, Ebikon
Warum wir das testen
Elektrische Baumaschinen sind auf Schweizer Baustellen noch selten. Die Technik entwickelt sich, doch wie verhält sie sich im Alltag? Wie lässt sich der Betrieb organisieren – vom Strombezug bis zur Ladeplanung? Diese Fragen lassen sich nur in der Praxis beantworten. Als die Stadt Luzern gemeinsam mit ecoforce an WALO herantrat, war die Antwort klar: Wir machen mit.
«Bei diesem innovativen Pilotprojekt waren wir sehr gerne dabei, weil wir dort zukunftsgerichtet mitgestalten und Erfahrungen sammeln konnten», sagt Tobias Frick, Direktor Logistik & Technik bei WALO. Nicht, weil elektrische Maschinen heute schon wirtschaftlich oder leistungsmässig mit konventionellen Geräten gleichziehen. Sondern weil WALO verstehen will, was es braucht, damit sie es künftig tun. «Es ging zunächst vor allem darum, elektrifizierte Geräte unter realen Bedingungen zu testen – mit echten Anforderungen.»
Das Projekt
Direkt vor dem Bahnhof Luzern entstand die neue Haltekante Y für den Bahnersatzverkehr. Es war nicht die erste und auch nicht die grösste E-Baustelle der Schweiz – aber jene mit der grössten Breite an elektrischen Maschinen. Eine Premiere im Tiefbau in dieser Grössenordnung. Insgesamt kamen über 15 verschiedene Gerätetypen zum Einsatz: Bagger und Radlader für den Aushub, Walzen und Vibroplatten für die Verdichtung, Dumper für den Transport, dazu Fräsen, Schneidgeräte und Kleinmaschinen. Einige stammten aus dem WALO-Fuhrpark, andere von Partnern wie Avesco, Gurtner oder Robert Aebi.
Das Pilotprojekt war Teil des von Innosuisse geförderten Forschungsprojekts «Elektrifizierung städtischer Baustellen» der Hochschule Luzern. Neben Luzern waren auch Zürich und Basel an diesem Vorhaben beteiligt. «Eine E-Baustelle ist für uns ein Forschungsthema», erklärt Klarina von dem Berge, Dozentin und Forscherin an der HSLU. «Solche Projekte sind wichtig, um als Schweiz die Position als Innovationsweltmeister halten zu können.»
Auf der Baustelle
Die Baustelle lief reibungslos, die Maschinen funktionierten. Lademöglichkeiten befanden sich direkt bei der Baustelle sowie auf dem nahegelegenen Inseli. Auch die Material- und Personaltransporte erfolgten soweit möglich elektrisch. Das erforderte präzise Planung – und Flexibilität im Team.
Wurde es dadurch leiser? Beim Arbeiten mit Trennscheiben oder Abbruchhammer nicht – der Baulärm bleibt. Doch im Alltag auf der Baustelle machte sich der Unterschied bemerkbar: kein Motorenlärm im Leerlauf, deutlich leiseres Rangieren. Das erleichterte die Kommunikation im Team. Und am Einsatzort entstanden keine Abgase – ein Vorteil für die Gesundheit der Mitarbeitenden..
Das beeindruckte auch Stefan Naef, Projektleiter Infrastrukturprojekte bei der Stadt Luzern: «Ich schaute jeden Tag auf der Baustelle vorbei und beobachtete die Abläufe. Es war eine Freude, zu sehen, wie es mit dem Projekt vorwärts ging.» Doch ein Pilotprojekt lebt davon, auch die Herausforderungen offen zu benennen. Genau das war für WALO zentral: nicht schönreden, sondern verstehen.
«Für uns war besonders wichtig, zu erkennen, wo die Herausforderungen liegen, wenn ausschliesslich elektrisch betriebene Geräte im Einsatz sind. Dazu gehören die Anschaffungskosten und Leistungsfähigkeit der Geräte, der Platzbedarf vor Ort und selbstverständlich auch die Stromversorgung auf den Installationsflächen.»
Tobias Frick, Direktor Logistik & Technik WALO
Was wir daraus mitnehmen
Die E-Baustelle in Luzern ist mehr als ein Pilotversuch – sie ist ein konkreter Schritt, um zu verstehen, was klimafreundliches Bauen in der Praxis bedeutet. Die Stadt Luzern hat sich mit ihrer Klima- und Energiestrategie ein klares Ziel gesetzt: bis 2040 keine Treibhausgasemissionen mehr. «Mit dem Pilotversuch bereiten wir uns auf die Zukunft vor», sagt Stefan Naef.
Die Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt der Hochschule Luzern bestätigen das Potenzial: In Luzern konnten rund 3,5 von 4,3 Tonnen CO₂ vermieden werden. Über alle drei Pilotstädte hinweg wurden rund 90 Prozent des theoretisch möglichen Einsparpotenzials ausgeschöpft.
«Wir waren positiv überrascht, wie viel mit vertretbarem Mehraufwand bereits möglich war», sagt Karina von dem Berge von der HSLU. Aus Sicht der Bauherren liege der Zusatzaufwand vor allem in der Organisation: Ausschreibungen müssen anders gestaltet, die Energieversorgung frühzeitig geplant werden. «Die Lernkurve ist steil. Bereits ab dem zweiten Projekt sinkt der Mehraufwand deutlich.»
Unsere Einschätzung
Die Forschungsergebnisse zeigen das Potenzial. Doch für ein Bauunternehmen stellt sich die Frage anders: Lohnt sich die Investition – heute, unter realen Marktbedingungen?
«Wir haben in Luzern wertvolle Erfahrungen gesammelt und sind offen für weitere Projekte», sagt Tobias Frick, Direktor Logistik & Technik bei WALO. «Aber wir müssen realistisch sein: Grössere E-Maschinen wie Bagger, Walzen oder Fertiger sind heute kaum am Markt verfügbar. Und wo sie verfügbar sind, kosten sie aktuell noch ein Mehrfaches vergleichbarer Dieselgeräte.» In einem Markt, in dem der Zuschlag überwiegend über den Preis erfolgt, lassen sich diese Mehrkosten kaum weitergeben. Dazu kommen offene Fragen: Wie entwickelt sich der Wiederverkaufswert, wenn es praktisch keinen Gebrauchtmarkt gibt? Wie sieht es mit Service und Ersatzteilen aus? Und wie lässt sich die Energieversorgung sicherstellen – gerade auf Linienbaustellen, die laufend den Standort wechseln?
Hinzu kommt die Flottenlogik: Maschinen müssen schweizweit frei disponierbar sein. Ein Gerät, das nur auf E-Baustellen wirtschaftlich einsetzbar ist, senkt die Auslastung der gesamten Flotte – und bindet Kapital, das anderswo fehlt.
Fazit
Elektrisches Bauen auf städtischen Punktbaustellen ist machbar – alle drei Pilotstädte haben bereits Folgevorhaben angestossen. WALO ist offen für das Testen neuer Technologien, prüft ihre Praxistauglichkeit und gewinnt so Erkenntnisse für künftige Bauprojekte. Das Pilotprojekt in Luzern zeigt: Der Wandel beginnt nicht mit perfekten Lösungen – sondern mit dem Mut, es zu versuchen, und der Bereitschaft, offen über Erfahrungen zu sprechen.
«Letztlich geht es um Change-Management», fasst Marco Meier, Co-Founder von ecoforce, zusammen. «Man muss alle Akteure an einen Tisch bringen und eine gemeinsame Idee und Vision haben – damit alle in die gleiche Richtung steuern.» Sein Fazit nach Projektabschluss: «Ich hätte mir zu Beginn nicht annähernd erträumt, dass wirklich komplett alle Maschinen im Einsatz elektrisch betrieben werden. Das ist ein schöner Erfolg.»
Ihr Ansprechpartner
Fragen zum Pilotprojekt E-Baustelle oder zu nachhaltigem Bauen bei WALO? Sarah Zoldan, Nachhaltigkeitsbeauftragte, gibt gerne Auskunft.
Sarah Zoldan
Nachhaltigkeitsbeauftragte
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