Wer wir sind
Verankert in der Schweiz und international tätig wird WALO als Familienunternehmen in 4. und 5. Generation geführt. Seit über 100 Jahren setzt WALO auf die Verbindung von Beständigkeit und Innovation.
Was wir tun
WALO ist als innovatives Totalunternehmen in sämtlichen Märkten der Baubranche tätig. Das Familienunternehmen hat sich mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung und dem dauerhaften Entwickeln nachhaltiger sowie wirtschaftlicher Lösungen als zuverlässigen Partner im Bauwesen und Infrastrukturprojekten in der Schweiz und weltweit behauptet.
Projekte
Viele anspruchsvolle Projekte durften wir erfolgreich umsetzen. Deshalb lassen wir voller stolz unsere Referenzen für unsere Arbeit sprechen.
Produkte
Ob Wohnbereich, Industrie, Gesundheitswesen, im Aussenbereich oder für Sport- und Freizeitanlagen – fugenlose Bodenbeläge müssen den unterschiedlichsten Anforderungen dauerhaft genügen.
Karriere
Gute Bauwerke und damit zufriedene Kunden setzen eine präzise Bauausführung voraus. Alle unsere Mitarbeitenden, vom Hilfsarbeiter bis zum Ingenieur, tragen massgeblich dazu bei, dass wir dieses Ziel immer wieder erreichen.
Standorte
Mit unseren Standorten in drei Ländern sind wir weltweit erfolgreich für Sie tätig.
Mehr als 40'500 m² Piste abbrechen in weniger als 29 Stunden. Über 16'500 m³ Beton einbauen in weniger als zwei Wochen. Das alles, während daneben der Flugbetrieb weiterläuft. Eine Herausforderung, aber vor allem eine Frage der Organisation.
Pistenerneuerung 15/33 am EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg, April–Mai 2026
ARGE WALO–TRBA (CH/BE), Bauleitung Artelia und Sogeti Ingenierie Airports
40'500 m² Rückbau in weniger als 29 Std – bei Flugbetrieb auf der Ost-/Westpiste
Über 16'500 m³ Beton eingebaut, davon 13'000 m³ in nur 5 Tagen
Bis zu 500 Personen gleichzeitig auf der Baustelle
Tagesrekord: 3'685 m³ Beton in einem einzigen Tag
Auftrag & Kontext
Vom 15. April bis zum 16. Mai 2026: Das war das Zeitfenster, das der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg für die Erneuerung eines wesentlichen Teils der Piste 15/33 zur Verfügung stellte. 31 Tage – und keinen Tag mehr.
Im Auftrag des EuroAirports und unter der Bauleitung von Artelia und Sogeti Ingenierie Airports übernahm die ARGE WALO–TRBA (50:50, Schweiz und Belgien) die Verantwortung für Rückbau, Fundament, Betonbau, Markierungsanpassungen und Beleuchtungsarbeiten. Für den schweren Abbruch der Mittelbahn und den 3D-Fräsvorgang arbeitete die ARGE eng mit Eberhard und Reproad zusammen.
Arbeitsteilung auf einem Quadratkilometer, koordiniert mit dem laufenden Flughafen: Das war die Grundbedingung – noch vor der ersten Baggerbewegung. «An einer Flughafeninfrastruktur dieser Grösse zu arbeiten, bedeutet, sich in einem Umfeld zu bewegen, in dem alles mit höchster Intensität abläuft, sagt Ivan Richon, Projektleiter WALO. «Es braucht hohe technische Anforderungen, präzise Abstimmung zwischen den Gewerken, minutiös geplante Bauphasen sowie strenge Vorgaben hinsichtlich Betrieb, Sicherheit und Qualität.»
Phase 1: Rückbau
Der Rückbau war die erste Bewährungsprobe – und die, bei der der Zeitdruck am unmittelbarsten spürbar war. Über 40'500 m² Piste mussten in weniger als 29 Stunden abgebrochen werden. Zwei Tage von 6 bis 22 Uhr, im Zweischichtbetrieb.
Für die Mittelbahn – mehr als 33'000 m² – kamen zwei Hydraulikbagger mit je 100 Tonnen Eigengewicht zum Einsatz, ausgestattet mit Spezialschaufeln (Tortenschaufeln) für den effizienten Dumper-Beschickungsbetrieb. Mehr als 25 Dumper (A30 bis B50) übernahmen den Abtransport. Rund 30 weitere Hydraulikbagger – von 14 bis 86 Tonnen – arbeiteten parallel an den Randstreifen.
Nach dem Grobabbruch folgte die 3D-Fräsung der Fundationsschicht mit zwei Fräsmaschinen – präzise auf die geforderten Abbruchniveaus. Beim gleichzeitigen Einsatz von bis zu 500 Personen auf der Baustelle war die Logistik- und Verkehrsführung ebenso komplex wie der Abbruch selbst. Spezifische Schallschutzwände begrenzten die Lärmauswirkungen auf die umliegenden Dörfer.
| Abgebrochene Fläche: | Über 40'500 m² in weniger als 29 Stunden |
| Betrieb: | 2 Tage im Zweischichtbetrieb (6-22 Uhr) |
| Dumper: | Mehr als 25 (A30–B50) |
| Hydraulikbagger: | Rund 30, davon 4 mit 86–100 t Eigengewicht |
| Randstreifen: | 7'500 m² Fläche, über 3'600 m³ Aushub |
Phase 2: Beton
Auf den Rückbau folgte die Präzisionsphase: der Betoneinbau. Über 16'500 m³ Beton wurden insgesamt eingebaut – davon mehr als 13'000 m³ für die Mittelbahn allein, in nur fünf Arbeitstagen.
Zwei Gleitschalungsfertiger (Slipform-Paver) arbeiteten in Folge auf einer Einbaubreite von 12,10 Metern. Der erste legte eine 31 cm starke Doppelschicht mit automatischer Dübelsetzung. Der zweite übernahm die 7-cm-Oberflächenschicht mit automatisierter Abglättung. Ein dritter Gleitschalungsfertiger behandelte die Oberfläche und applizierte das Nachbehandlungsprodukt per Sprühautomatik. Ein viertes Gerät stand als Reserve bereit.
Die Betonversorgung übernahmen zwei direkt auf der Baustelle installierte Mischanlagen mit einer Kapazität von bis zu 250 m³ pro Stunde. An einem einzigen Tag wurden 3'685 m³ eingebaut – eine Tagesleistung, die den Terminplan sicherte.
| Beton total: | Über 16'500 m³ |
| Mittelbahn: | 1'368 m × 24,20 m, 38–40 cm Stärke, in 5 Tagen |
| Betonproduktion: | Bis zu 250 m³/h, zwei Mischanlagen direkt auf der Baustelle |
| Tagesrekord: | 3'685 m³ in einem einzigen Tag |
| Zement: | Rund 6'300 t, ca. 210 Lieferfahrzeuge |
Koordination & Partnerschaft
Ein Flughafen hört nicht auf zu funktionieren, weil auf seiner Piste gebaut wird. Der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg betreibt täglich Flüge – auf der zweiten Piste, wenige hundert Meter entfernt. Jede Maschinenbewegung, jeder Lieferzug, jede Schichtübergabe musste mit dem Flughafenbetrieb koordiniert sein.
Die Zusammenarbeit in der ARGE WALO–TRBA war keine Arbeitsteilung auf dem Papier. Sie verlangte eine täglich gelebte Abstimmung zwischen zwei Unternehmenskulturen, zwei Landesstandards und einem gemeinsamen Terminplan. «Für die Sanierung der Hauptpiste waren ein klarer Zeitplan und höchste Qualitätsanforderungen entscheidend. WALO und TRBA haben beides erfüllt und wesentlich dazu beigetragen, dass die Arbeiten sogar früher als geplant abgeschlossen werden konnten.» Tobias Markert, CEO EuroAirport Basel-Mulhouse.
WALO dankt dem EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg für das entgegengebrachte Vertrauen sowie der Bauleitung Artelia und Sogeti Ingenierie Airports für die Steuerung dieser aussergewöhnlichen Operation. Ebenso den ARGE-Partnern TRBA, Eberhard und Reproad für die gelebte Partnerschaft auf und neben der Piste.
Einordnung
Komplexe Pistenprojekte bei laufendem Flughafenbetrieb sind alles andere als Standard. Sie verlangen Planungssicherheit, spezialisierte Maschinen, erfahrene Führungspersonen – und die Bereitschaft, unter Druck präzise zu bleiben. Der erfolgreich ausgeführte Auftrag EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg ist in dieser Hinsicht ein echter Massstab: internationaler Betrieb, trinationaler Standort, laufender Flughafen und ein sehr enges Zeitfenster für die Umsetzung.
Melden Sie sich für unseren Newsletter an und erhalten Sie regelmässig Informationen zu unseren neuesten Produkten und Dienstleistungen, bevorstehenden Veranstaltungen sowie Informationen rund um die Themen Nachhaltigkeit und Compliance. Eine Abmeldung ist jederzeit möglich.
Walo Bertschinger AG
Hauptsitz
Giessenstrasse 5
Postfach, 8953 Dietikon 1